Leben und Wohnen

Unser Konzept

Schule und Internat sind eine Einheit
Das Internat schafft die lebenspraktischen und pädagogischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen, dem Leistungsvermögen der Schülerin bzw. des Schü­lers angemessenen Schulabschluss.
Es entlastet die Schüler von vielen häuslichen Pflichten und schafft so Freiräume für die schulische Arbeit und eine sinnvolle individuelle Freizeitgestaltung, er­wartet aber gleichzeitig die Übernahme von Aufgaben in und für die Internats­gemeinschaft, wie z.B. Aufräumen, Tischdienst, Unterstützung jüngerer Schülerinnen und Schüler etc.

Grundsätze der Betreuung
Die Arbeit im Internat orientiert sich an den in der NIG-Charta festgelegten Grundsätzen. Ziel der Arbeit ist die größt­mögliche Förderung der Schülerinnen und Schüler zur Erlangung eines ihren Fähigkeiten entsprechenden Schulab­schlusses und der Entwicklung ihrer Persönlichkeiten im Sin­ne der NIG-Charta.
Der Betreuung durch einen festen und überschaubaren Mitarbeiterkreis, der sich aus Lehrerinnen und Lehrern der Schule sowie drei Internatsmüttern zusammensetzt, kommt größte pädagogische Bedeutung zu.
Nur so können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Internat ihre Aufgabe als dringend benötigte Bezugspersonen wahrnehmen, wichtige Absprachen treffen und die ihnen anver­trauten Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung über lange Zeiträume hinweg beobach­ten und ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Mitarbeit der Erziehungsberechtigten
Die Mitarbeit der Erziehungsberechtigten ist wesentlicher Bestandteil des Internatskonzepts.
Bei aller Verschiedenheit individueller Erziehungsarbeit gehen wir von der prinzipiellen Unter­stützung der in diesem Konzept festgelegten Erziehungsgrundsätze, der Bereitschaft zur Mitar­beit und zur Übernahme von Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler im Internat aus. Der Erziehungsauftrag von Schule und Internat kann nur erfolgreich wahrgenommen werden, wenn auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Unterstützung durch die Erziehungs­berechtigten sicher sein können. Internatsleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Erziehungsberechtigten jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung bzw. werden diese kurzfristig ermöglichen.
Die Erziehungsberechtigten werden vom Internat über die Entwicklung ihres Kindes und auftretende Probleme informiert.

Mitarbeit der Internatsschülerinnen und -schüler und Persönlichkeitsbildung
Ziel der Internatsarbeit ist eine Persönlichkeitsbildung, die die Schülerinnen und Schüler befähigt, in aktiver Mitwirkung an der Gestaltung des Internats- und Schullebens Grundsätze demokratischen Zusammenlebens zu erproben und zu erlernen, ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln und die schulischen Anforderungen zu bewältigen.
Gremien der Mitwirkung sind: der Internatsrat, die Internatsausschüsse, die Schülervertretung, die Gesamtkonferenz, die Fachkonferenzen und der Schulvorstand.

Schulische Leistungen
Die schulischen Leistungen werden von der Internatsleitung in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, den Klassen- und Fachlehrern beobachtet. Sollten Leistungsschwächen oder Lernprobleme festgestellt werden, versuchen die Mitarbeiter des Internates, diese zunächst während der täglichen Arbeitszeit anzugehen und abzustellen. Bei größeren Problemen hilft das Internat bei der Vermittlung von Förderunterricht bzw. individueller Nachhilfe. Oberstes Anliegen ist es, die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu betonen und zu erweitern sowie ihre Methodenkompetenz zu erhöhen.
Das Internat unterstützt die Schüler bei der Wahl von Leistungs- und Prüfungsfächern sowie bei der Planung der individuellen Schullaufbahn. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen zur individuellen Persönlichkeits- und Lernentwicklung tauschen sich Schüler, Erziehungsberechtigte und Internat über Fortschritte, Schwierigkeiten und ggf. einzuleitende Hilfestellungen aus.

Leben in Gemeinschaft
In einer Zeit zunehmender Vereinzelung kommt dem Zusammenleben im Internat größte Bedeutung für die persönliche und schulische Entwicklung der Schüler zu. Im Internat werden Verhaltensweisen, die der Einzelne mitbringt, auf ihre Gemeinschaftstauglichkeit hin erprobt und ggf. modifiziert. Im täglichen Zusammenleben und in der Auseinandersetzung mit Mitschülern und Betreuern erweitert, entwickelt und verfeinert der Schüler Maßstäbe für ein produktives Zusammenleben, wie z.B. die angemessene Vertretung berechtigter eigener Interessen oder der von Mitschülern, Toleranz, Rücksichtnahme, Empathie, Mitwirkung und Übernahme von Verantwortung z.B. in den Gremien der Internatsvertretung, in Arbeitgemeinschaften, bei der Betreuung im Internat, in der Ganztagsschule, bei Festen und Feiern sowie in der Freizeit.

Ein typischer Tag im Internat

Hier nimmt uns Svenja mit durch einen ihrer typischen Tage in unserem Internat:
Reinheit ist die oberste Pflicht

Reinheit ist die oberste Pflicht

Wahre Schönheit kommt von innen

Wahre Schönheit kommt von innen

Gestärkt in den Tag starten

Gestärkt in den Tag starten

Schule kann auch Spaß machen

Schule kann auch Spaß machen

Jetzt bloß nicht zu spät kommen

Jetzt bloß nicht zu spät kommen

Also irgendwie brauche ich wohl doch Hilfe

Also irgendwie brauche ich wohl doch Hilfe

Wieso nur lernen? Also ich geh jetzt laufen!

Allgemeinbildung ist ein wichtiges Kriterium

Allgemeinbildung ist ein wichtiges Kriterium

Den Abend gemütlich ausklingen lassen

Den Abend gemütlich ausklingen lassen

Und hier zeigt uns Philip seinen typischen Tag:
Frühstück

Frühstück

Tischdienst inkl. Abwaschen

Tischdienst inkl. Abwaschen

Der letzte Schliff für Kunst

Der letzte Schliff für Kunst

Der kurze Weg zur Schule

Der kurze Weg zur Schule

Lernen

Lernen

Pausensnack

Pausensnack

Nach dem Mittagessen: Nachtisch

Nach dem Mittagessen: Nachtisch

Betreute Hausaufgabenzeit

Betreute Hausaufgabenzeit

Und nun: Freizeit!

Und nun: Freizeit!

Unsere Räume

Zimmer im Mädcheninternat

Gemeinschafts- und Sanitärräume im Mädcheninternat

Zimmer im Jungeninternat

Gemeinschafsträume im Jungeninternat

Diensthabenenzimmer und Speisesaal im Jungeninternat

Fragen und Antworten

Internats-FAQ für Schülerinnen und Schüler

Wann ist das NIG Bad Harzburg die richtige Wahl für mich?

Ist die Stimmung zu Hause oft angespannt? Brauchst du einen schulischen Neubeginn? Haben deine Eltern wenig Zeit für dich oder hängst du oft allein zu Hause herum? Oder möchtest du dich optimal auf dein Abitur vorbereiten können, ohne dich nebenbei noch um den Haushalt zu kümmern? Wünschst du dir kleine Kurs und die Möglichkeit, nach der Schule ohne großen Organisationsaufwand in selbstorganisierten Arbeitsgruppen zu lernen? Hast du nach dem Unterricht fachliche Frage, die du mit einer Lehrkraft erörtern möchtest?
Wenn einer der genannten Punkte auf dich zutrifft, bist du bei uns richtig. Obwohl unsere Schule klein ist, bieten wir drei Oberstufenprofile an. Für Schülerinnen und Schüler, die kein Studium anstreben, sind unsere Angebote zur Berufsorientierung interessant.


Wohnen Jungen und Mädchen / große und kleine Schüler zusammen?

Mädchen und Jungen wohnen in unterschiedlichen Häusern. Die Jungen der Sekundarstufe I wohnen im sogenannten Nebenhaus auf drei Etagen, die Jungen der Sekundarstufe II im Haupthaus. Die Mädchen der Sek I wohnen im Vorderhaus auf drei Etagen, die Mädchen der Sek II im Hinterhaus, ebenfalls auf drei Etagen.


Wohnen alle in Schlafsälen oder Mehrbettzimmern?

Unsere Internatsschüler sind überwiegend in Einzelzimmern untergebracht. Der Abiturjahrgang wohnt grundsätzlich in Einzelzimmern. Bei jüngeren Schülern und auf Wunsch kann eine Unterbringung in Doppelzimmern erfolgen, dies hängt auch von den Belegzahlen des Internats ab. Im Mädcheninternat gibt es die Möglichkeit der Unterbringung und Vorder- und Hinterzimmer. Auch diese erfolgt nur auf Wunsch oder bei starker Belegung. Die Mädchen der Sekundarstufe II sind grundsätzlich in Einzelzimmern untergebracht.


Wie sind die Zimmer ausgestattet?

Die Internatszimmer sind alle möbliert mit Bett, Kleiderschrank, Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Regal und Kommode / Nachttisch sowie Vorhängen. Eine Deckenbeleuchtung ist ebenfalls immer vorhanden. Die Schülerinnen und Schüler des Internats müssen Schreibtisch- und Nachttischlampen, Bettdecke und Kopfkissen selbst mitbringen. Falls ein Bettvorleger o.ä. mitgebracht wird, muss der schwer entflammbar sein.


Sehen alle Zimmer gleich aus?

Die Zimmer des Internats sind oft sehr unterschiedlich in Schnitt und Lage. Es gibt im Jungeninternat kleinere Zimmer, die man garantiert für sich hat und größere, die auch doppelt belegt werden können. Auch bei den Mädchen sind die Zimmer unterschiedlich in Größe und Schnitt. Die Dekoration des Zimmers kann sehr unterschiedlich ausfallen, hierbei sind bestimmte Vorgaben und Absprachen einzuhalten (z.B. zum Schutz der Wände). Beispiele für unterschiedlich dekorierte Zimmer findest du hier.
Die Farbe des Zimmers / der Möbel und die Anbringung der Deckenlampen kann nicht verändert werden. Auch die Position z.B. des Kleiderschrankes ist i.d.R. fix.


Wer entscheidet, in welchem Zimmer ich lande?

Bei unseren neuen Internatsschülern entscheiden die Heimmütter und die Internatsleitung über die Zimmerbelegung. Diese richtet sich nach der Altersstruktur der Flure und der Internatsschülerinnen und —schüler. Nach Möglichkeit sollen natürlich ungefähr gleichaltrige Schülerinnen und Schüler zusammen wohnen.
Zum Ende des Schuljahres können alle Bewohner des Internats Zimmerwünsche für das kommende Schuljahr äußern und sich so im Idealfall das Lieblingszimmer sichern.


Warum gibt es eine Probezeit und wie lang ist sie?

Um festzustellen, ob du zu uns passt, vereinbaren wir bei der Neuaufnahme eine 6-monatige Probezeit. Während der Probezeit wird dir regelmäßig zurückgemeldet, was schon gut läuft und was noch verbessert werden muss. Innerhalb der Probezeit ist es beiden Parteien möglich, sich ohne Verzögerung voneinander zu trennen. Das heißt, dass du ohne Kündigungsfrist zurück nach Hause kannst, wenn du dich nicht bei uns wohl fühlst. Das bedeutet aber auch, dass wir uns ohne Kündigungsfrist von dir trennen können, wenn du dich bei uns nicht so einfügst wie erforderlich und z.B. die Internatsregeln nicht einhältst.


Werde ich bei euch satt?

Im Internat gibt es drei verpflichtende Hauptmahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Zusätzlich gibt es noch ein Kaffeetrinken, das aber freiwillig ist. Das Frühstück ist sehr abwechslungsreich. An Wochentagen gibt es frische Brötchen, typische Frühstücksaufstriche wie Marmelade, Honig, Nutella, Käse, Wurst u.ä., außerdem Obstsalat, Quark, Cerealien und Milch.
Wer mag, schmiert sich beim Frühstück Brötchen für den Schulvormittag.
Beim Mittagessen gibt es immer eine Salatbar und von unserer Küche frisch zubereitete Gerichte für Fleischesser und für Vegetarier. Vegane Ernährung gibt es nicht.
Beim Abendessen gibt es oft noch etwas Warmes und natürlich Brot, Aufschnitt und das Salatbüffet.
Es ist immer Mineralwasser zu haben, auch Obst steht immer zur Verfügung.


Was bietet das NIG Bad Harzburg für Freizeitmöglichkeiten?

Zum einen können und sollen die Internatsschüler am AG-Angebot des Ganztagsbereiches teilnehmen. Hier gibt es außer Förderangeboten auch Chor, Theater-AG, Jugend forscht und einiges mehr. Die älteren Internatsschülerinnen und —schüler können nach einer Einweisung durch einen Sportlehrer den Fitnessraum nutzen.
Im Internat gibt es insgesamt vier Aufenthaltsräume, in denen ferngesehen und gespielt werden kann. Gesellschaftsspiele stehen zur Verfügung, können natürlich aber auch mitgebracht werden. Darüber hinaus bietet die Stadt Bad Harzburg ein reges Vereinsleben, es gibt viele Sportmöglichkeiten aber auch ein kulturelles Angebot von Kirchen und Kulturclub. Die Kreismusikschule erteilt z.B. ihren Unterricht in unseren Räumlichkeiten, so dass oft keine langen Wege erforderlich sind, um das zu Hause erlernte Instrument weiter zu praktizieren. Im jedem der Internate (Jungen- und Mädcheninternat) steht jeweils ein regelmäßig gestimmtes Klavier zur Verfügung.


Was ist, wenn ich krank werde?

Da wir keine Medizin verabreichen dürfen, kommt auch keine "Hausmutter mit der großen Flasche bitteren Hustensaftes" oder Ähnliches. Kleinere Erkältungen kannst du in deinem Bett im Internat auskurieren. Bei schwereren / ansteckenden Erkrankungen musst du von deinen Eltern abgeholt werden bzw. abreisen, da wir keine Kräfte für die Krankenpflege haben und auch nicht möchten, dass das ganze Internat krank wird.


Internats-FAQ für Eltern und Erziehungsberechtigte

Kann ich meinen Sohn / meine Tochter einfach so im Internat des NIG Bad Harzburg anmelden?

Wenn Sie Interesse an einer Internatsaufnahme haben, wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail an unser Sekretariat: info@nig-online.de. Wir vereinbaren dann einen Termin für ein Aufnahmegespräch, an dem die Erziehungsberechtigten, die / der am Internatsplatz interessierte Schüler/in, die Schulleiterin und die Internatsleiterin teilnehmen. Der Termin liegt üblicherweise am Schulvormittag, damit Sie und Ihre Tochter / Ihr Sohn sich einen Eindruck von der Stimmung in unserer Schule machen können.
Zum Gespräch sind die drei letzten Zeugnisse, ein handschriftliches Motivationsschreiben Ihres Sohnes / Ihrer Tochter und die ausgefüllte Anmeldung mitzubringen, auch eine Kopie der Geburtsurkunde ist erforderlich.
Für eine Aufnahme im Internat ist die Grundvoraussetzung, dass der / die Schüler/in selbst diese auch wünscht.


Was kostet das NIG?

Für Niedersachsen: 515 Euro im Monat, für Nicht-Niedersachsen: 595 Euro im Monat


Wann ist das NIG Bad Harzburg die richtige Wahl für meine Tochter / meinen Sohn?

Es gibt verschiedene Gründe, unser Internat zu besuchen. Oft kommen Schülerinnen und Schüler in oder nach familiären Umbruchsituationen zu uns. Andere wünschen sich einen schulischen Neustart, der in ihrer Stadt nicht möglich ist. Auch gibt es Eltern, die beobachten oder befürchten, dass sie nicht genügend Zeit für ihre Tochter / ihren Sohn haben.
Darüber hinaus bieten wir für Oberstufenschüler, die sich gut auf ihr Abitur vorbereiten möchten, ein geeignetes Umfeld. Unsere Kurse sind im Schnitt klein, in unserem persönlichen System kennen auch Neuzugänge schon bald jeden. Der Tagesablauf im Internat ist strukturiert, viele häusliche Pflichten werden den Schülerinnen und Schülern abgenommen, so dass sie frei sind, sich allein oder in Arbeitsgruppen auf die schulische Arbeit zu konzentrieren.
Obwohl unsere Schule klein ist, bieten wir drei Oberstufenprofile an. Für Schülerinnen und Schüler, die kein Studium anstreben, sind unsere Angebote zur Berufsorientierung interessant.


Wann darf mein Sohn / meine Tochter nach Hause fahren?

Bei uns besteht jedes Wochenende die Möglichkeit zur Heimreise. Bad Harzburg ist gut ans Bahnnetz angebunden, auch mit dem Auto ist die Stadt gut zu erreichen. Bei jüngeren Schülern sind wir für regelmäßige Heimreisen (mindestens an jedem zweiten Wochenende), Schüler der Sekundarstufe II verbringen gern auch die Wochenenden im Internat.


Kann ich meinen Sohn / meine Tochter im Internat besuchen?

Wenn Sie Ihren Sohn / Ihre Tochter im Internat besuchen möchten, ist dies möglich, allerdings muss eine Übernachtung auswärts in einer Pension oder einem Hotel erfolgen. Bad Harzburg bietet da viele Möglichkeiten und ist — mit dem Umland — auch touristisch interessant.


Bekommt mein Sohn / meine Tochter im Internat schulische Unterstützung?

Von Montag bis Donnerstag findet eine verbindliche Arbeitsstunde für die Sekundarstufe I im Internat statt. In der Zeit von 14.15-15.15 Uhr werden die Schüler von einer Lehrkraft bei den Hausaufgaben betreut, bei Bedarf kann also jeder etwas Hilfe bekommen.
Da die Betreuung im Internat auch über die Arbeitsstunde hinaus etwa zur Hälfte von Lehrkräften gewährleistet wird, können interessierte Schüler auch nach der Arbeitszeit Hilfe und Unterstützung bekommen bzw. sich über ihr persönliches Steckenpferd mit Fachkräften austauschen.
Darüber hinaus besteht auch die Gelegenheit, von anderen Internatsschülern Hilfe zu bekommen bzw. Arbeitsgruppen zu bilden. Dies ist z.B. bei der Abiturvorbereitung eine gute Vorgehensweise.


Wer betreut die Schülerinnen und Schüler im Internat?

Im Internat wird die Betreuung von unseren drei Internatsmüttern sowie von zurzeit acht Lehrkräften gewährleistet. In jedem der Häuser (Jungeninternat - Mädcheninternat) ist unter der Woche eine Betreuungskraft von 13.30 Uhr bis zum nächsten Morgen. An den Schulvormittagen und an den Wochenenden ab Sonnabendmorgen ist eine Betreuungskraft für beide Häuser anwesend.


Ist eine gesunde Ernährung im Internat gewährleistet?

Das Essen wird von unserer Küche frisch zubereitet, dabei achtet der Koch darauf, dass es pro Woche einmal Fisch und zwei vegetarische Tage gibt. Es gibt täglich ein vegetarisches Alternativ-angebot. Beim Mittagessen gibt es immer ein Salatbüffet. Näheres zu den Mahlzeiten erfahren Sie bei den FAQs der Internatsschüler.
Außerhalb der Mahlzeiten ist immer Obst und Mineralwasser verfügbar. Wir versuchen darauf zu achten, dass die Internatsschüler nicht zu viele Süßigkeiten essen und möglichst wenig Softdrinks zu sich nehmen. Dies ist im Internat oft nicht so einfach möglich wie zu Hause, da wir keinen Überblick über das Taschengeld haben können.


Ist in Bad Harzburg eine sinnvolle Freizeitgestaltung möglich?

Zunächst einmal bietet unsere Schule bereits einige Möglichkeiten, da wir im Ganztagsbereich AGs aus den unterschiedlichsten Bereichen bereithalten, von denen die Internatsschüler der Sekundarstufe I auf jeden Fall zwei pro Woche anwählen sollen.
Sportliche Betätigung ist auf unserem Tartanplatz möglich sowie - nach einer Einweisung durch Sportlehrer - für die Größeren im Fitnessraum. Auch ein Boulderraum ist nach einer Einweisung oder in der Kletter-AG nutzbar. Bad Harzburg selbst hat einige Sportvereine, es werden viele Sportarten bedient. Darüber hinaus ist Goslar nicht weit, wo z.B. Taekwondo oder Hockey möglich sind.
Für musikalisch Interessierte haben wir einen Chor, der von unserer Musiklehrerin Frau Heimerl, einer studierten Sängerin, sehr engagiert geleitet wird. Auch unsere Big Band freut sich über Nachwuchs. Die Kreismusikschule ist sehr rege und erteilt z.T. auch in unseren Räumlichkeiten Unterricht. Für diesen Zweck haben wir in jedem Internatshaus ein regelmäßig gestimmtes Klavier. Ansonsten bietet auch die Luthergemeinde die Möglichkeit im Chor zu singen.
In Bad Harzburg selbst und im Nachbardorf Westerode ist Reitsport sehr beliebt und kann betrieben werden.
Es bietet sich an, für die Freizeitaktivitäten ein Fahrrad mitzubringen, das im Fahrradkeller des Jungeninternates oder auf dem überdachten Stellplatz des Mädcheninternates untergestellt werden kann.
Wer eher kulinarisch interessiert ist, kann die Lehrküche nutzen und dort Kleinigkeiten kochen und backen.


Welche Regeln gelten im Internat?

Die im Internat geltenden Regeln sind nach Alter variabel und sind im Einzelnen der Internatsordnung zu entnehmen. Wichtige Regeln für alle sind z.B. das pünktliche Erscheinen bei den Mahlzeiten und in der Schule, das zuverlässige An- und Abmelden bei Verlassen des Internats, die Einhaltung der Arbeits- und Schlafenszeiten, die zuverlässige Handyabgabe vor dem Schlafengehen (für Schülerinnen und Schüler bis zum 15.Geburtstag bzw. bis zum Eintritt in Klasse 9). Auch müssen die Zimmer hinreichend ordentlich sein (Bett gemacht, Müll entsorgt, Wäsche weggeräumt u.ä.).
Alle Internatsschüler haben regelmäßig Tischdienst: die Sekundarstufe I unter der Woche, die Sekundarstufe II am Wochenende. Wir sind darauf angewiesen, dass der Tischdienst von jedem zuverlässig wahrgenommen wird.
Andere wichtige Regeln sind das strikte Alkoholverbot im Internat, das Rauchverbot für Minderjährige und eine Nulltoleranzlinie, was Drogen angeht. Bei Drogenkonsum erfolgt ein sofortiger Verweis aus dem Internat und der Schule.


Wie werden die Regeln durchgesetzt?

Bei Regelverstößen suchen die Aufsichtskräfte im Internat zunächst das pädagogische Gespräch. Konsequenzen aus Regelverstößen sollen nach Möglichkeit im Zusammenhang mit dem Verstoß sein. So wird z.B. jemand, der beim Tischdienst unzuverlässig war, weiteren Tischdienst erhalten. Bei wiederholten / schwereren Regelverstößen werden auch Sie als Eltern mit einbezogen und informiert.
Schwere Verstöße gegen die Internatsordnung ahndet der Disziplinarausschuss. Dieser entscheidet über Konsequenzen bis hin zum Internatsverweis.


Was gibt es für Gruppenunternehmungen?

Zu Beginn des Schuljahres machen wir einen Ausflug mit dem gesamten Internat, also allen Internatsschülerinnen und —schülern und den Betreuungskräften, die im Internat tätig sind. Am oder um den Nikolaustag herum findet unser traditionelles Nikolauskaffeetrinken statt, an dem ebenfalls alle beteiligt sind. Vor den Osterferien folgt ein Abend mit Büffet oder Raclette. Für unsere Abiturienten bereitet unsere Küche am letzten Prüfungstag ein festliches Abituressen zu.


Warum gibt es eine Probezeit und wie lang ist sie?

Um festzustellen, ob wir und die neuen Internatsschülerinnen und —schüler zusammenpassen, vereinbaren wir bei der Neuaufnahme eine 6-monatige Probezeit. Während der Probezeit wird den Neuen regelmäßig zurückgemeldet, was schon gut läuft und was noch verbessert werden muss. Innerhalb der Probezeit ist es beiden Parteien möglich, sich ohne Verzögerung voneinander zu trennen. Das heißt, dass Sie Ihre Tochter / Ihren Sohn ohne Kündigungsfrist zurück nach Hause holen können, wenn sie / er sich nicht bei uns wohl fühlt. Das bedeutet aber auch, dass wir uns ohne Kündigungsfrist von Ihrer Tochter / Ihrem Sohn trennen können, wenn sie / er sich bei uns nicht so einfügt wie erforderlich.


Was geschieht, wenn meine Tochter / mein Sohn krank wird oder einen Unfall hat?

Kleinere Erkältungen können im Bett im Internat auskuriert werden. Bei schwereren / ansteckenden / längeren Erkrankungen ist es erforderlich, dass Sie Ihre Tochter / Ihren Sohn abholen bzw. sie / er muss abreisen, da wir keine Kräfte für die Krankenpflege haben und auch nicht möchten, dass andere Schülerinnen und Schüler sich anstecken. Bei Unfällen rufen wir den Notarzt bzw. RTW, der die weitere Behandlung veranlasst, die in der Regel im Krankenhaus stattfindet. Es ist uns nicht möglich, eine Betreuungskraft mit ins Krankenhaus zu schicken. Wir versuchen aber, einen älteren Schüler zu finden, den wir mitschicken können.


Was ist, wenn meine Tochter / mein Sohn Probleme mit anderen Internatsschülern hat oder unglücklich ist?

Die Aufsichtskräfte im Internat werden versuchen, Streit zu schlichten. Bei länger andauernden / gravierenderen Konflikten schalten wir unsere Beratungslehrkräfte ein, von denen eine auch regelmäßig im Internat arbeitet. Auch bei Heimweh sind wir für die Internatsschüler da.


Was wird von mir erwartet?

Von Ihnen als Erziehungsberechtigten erwarten wir, dass Sie uns in unserem pädagogischen Tun unterstützen. Sie sollten die Internatsordnung gemeinsam lesen und problematische Punkte besprechen. Manches wird im Internat anders laufen müssen als zu Hause. Es ist notwendig, dass wir in diesem Punkt Ihre Unterstützung und Zustimmung haben. Machen Sie sich mit dem Tagesablauf Ihres Sohnes / Ihrer Tochter im Internat vertraut und halten Sie diesen auch selber ein, z.B. für Telefonate und Besuche.


Was wird von meiner Tochter / meinem Sohn erwartet? / Welche Voraussetzungen muss meine Tochter / mein Sohn mitbringen?

Ihre Tochter / Ihr Sohn sollte eine gewisse lebenspraktische Selbstständigkeit haben, also z.B. in der Lage sein, das Bett selbst zu beziehen, sich um den Einkauf von Schreibwaren zu kümmern, allein die Heimreise mit Bahn und Bus organisieren und durchführen können u.ä. Außerdem sind die Bereitschaft bzw. der Wunsch nötig, sich in die Internatsgemeinschaft einzufügen und die geltenden Regeln einzuhalten.
Gerade für einzeln aufgewachsene Jugendliche ist es anspruchsvoll aber interessant, sich im Zusammenleben mit Gleichaltrigen zu arrangieren. Auch dazu muss Ihre Tochter / Ihr Sohn bereit sein.


Wie ist die Mediennutzung im Internat geregelt?

Im Internat gibt es Räume mit PCs, die allen Internatsschülerinnen und —schülern zugänglich sind. Ab der Einführungsphase (Klasse 11) dürfen die Schülerinnen und Schüler eigene PCs und Tablets mitbringen. Bis dahin ist nur ein eigenes Handy gestattet. Bis zu ihrem 15. Geburtstag bzw. bis sie in der 9.Klasse sind müssen alle Internatsschülerinnen und —schüler vor dem Schlafengehen ihr Handy abgeben. Im Speisesaal besteht grundsätzlich ein Handyverbot.
Es gibt Fernsehräume mit DVD-Player sowie Wii-Konsolen, die von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden können. Im Jungeninternat gibt es auch einen Beamerraum, der — bei pfleglicher Behandlung — für Kino-Abende zur Verfügung steht.


Unsere Internatsordnung

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Gemeinsames

2018

Internatsausflug

In den vergangenen Jahren haben wir mit dem Internat bei unserem Begrüßungsausflug die Umgebung von Bad Harzburg erkundet. 2017 waren wir in Ilsenburg im Kletterwald in luftigen Höhen, 2016 haben wir das kühle Nass der Oker erpaddelt zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig. Nun war es an der Zeit, Bad Harzburg selbst näher kennen zu lernen.
Nach einem entspannten späten Frühstück ging es zunächst zum Baumwipfelpfad, den Jeder in seinem eigenen Tempo erkunden konnte. Bereits in luftiger Höhe wurden die ersten von Wespen anvisiert und verfolgt. Sicher trug dieser Umstand dazu bei, die Geschwindigkeit bei einigen Schülerinnen und Schülern deutlich zu steigern.
Nachdem alle wohlbehalten zurück auf Bodenniveau waren, warteten wir auf den Bus Richtung Rabenklippen. Einige besonders Bewegungswillige machten sich schon einmal zu Fuß auf den Weg – und waren tatsächlich deutlich vor der Busgruppe vor Ort.
Während die einen von den Klippen in die Tiefe sahen und den Brockenblick genossen, hatten andere Glück und konnten Luchse entdecken.
Weiter ging es zum Burgberg, wo wir klären konnten, dass Bad Harzburg und die Ukraine die gleichen Farben hissen und was das „für ein Ding ist, das abends immer auf dem Berg angeleuchtet wird“.
Abwärts ging es für die einen mit der Seilbahn, die anderen wollten noch ein wenig Bewegung in der Natur und gingen zu Fuß.
Zurück am NIG fassten viele mit an, um alles für das Grillen aufzubauen. Ein besonderer Dank gilt hier Herrn Weber und Herrn Hankel, die trotz der Hitze am Grill ausharrten und die Burger kompetent betreuten!

Marshmallow-Grillen im Internat

2017

Nikolauskaffee im Internat

Beim traditionellen Nikolauskaffe im Internat saßen die Bewohner*innen des Internats gemeinsam mit Heimmüttern und betreuenden Lehrern auch in diesem Jahr bei Kaffee, Tee, Kakao, Keksen in gemütlicher Runde beisammen. Am Schoko-Brunnen wurden Früchte mit Scholade überzogen. Im lockeren Gespräch saß man beieinander. Einige weihnachtliche Lieder sorgten für eine gute Atmosphäre.

Nach einer lustigen Adventsgeschichte kam der Nikolaus mit seinen Begleitern, Knecht Ruprecht und Engel, zu Besuch. Da gab es für jede*n gedichtete Verse mit Tadel, Lob und Anerkennung, die für viele heitere Gesichter sorgten. Auch die Wichtelgeschenke erfreuten viele in der Runde.

Begrüßungsausflug Internat 

Nachdem wir uns im vergangenen Jahr auf dem Wasser der Oker im Paddeln versucht haben, ging es in diesem Jahr hoch hinauf. Im Erlebniswald Ilsetal haben die Internatsschüler und die Internatsbetreuer gemeinsam von Annette Lehmann gestellte Aufgaben bewältigt.

Nach der Auflösung des Gordischen Knotens und einer Einweisung in die Feinheiten der Sicherungsseile mussten wir in drei Gruppen verschiedene Aufgaben bewältigen.

Während die einen rückwärts über einen schwierigen Parcours klettern sollten, hatten die anderen die Aufgabe in Dreiergruppen zu klettern, wobei der mittlere Mensch sich nur an den übrigen Gruppenmitgliedern festhalten durfte. Die letzte Gruppe musste mit verbundenen Augen klettern. Nach der anschließenden Reflexion war für alle noch genug Gelegenheit, die Parcours selbstständig auszuprobieren – oder die Seilbahnstrecken zu genießen.

Nach unserer Rückkehr im Internat wurden wir mit Grillgut und Salaten verwöhnt und hatten Zeit, gemütlich vor dem Pavillon zu sitzen.

So hatten wir insgesamt einen schönen, sonnigen –und auch anstrengenden– Tag, für den wir besonders dem Team des Erlebniswaldes danken möchten.

Abitur im Internat

Die Zeit des Abiturs ist jedes Jahr wieder aufregend für das Internat. Wir fiebern mit unseren Abiturienten in spe, drücken fest die Daumen, drängen zur rechtzeitigen Vorbereitung und zur Bildung von Arbeitsgruppen. Wenn dann alles geschafft ist, wird natürlich gebührend gefeiert.
Wie in jedem Jahr so fand auch 2017 ein festliches Abendessen für die Abiturientinnen und Abiturienten statt. Das Küchenteam war in diesem Jahr besonders kreativ und lud auf eine Weltreise ein. Jeder Gang wurde musikalisch angekündigt. Besonders aufregend war der Hauptgang, zu dem die Spanferkel zunächst dem staunenden kulinarischen Publikum präsentiert und dann von Käpt’n N. Lentge zerlegt und serviert wurden. Für alle, die nicht teilnehmen konnten, lohnt ein Blick auf das Menü!
Die Nervennahrung war für alle auch bitter nötig, denn einige unserer Abiturienten hatten es bis zum Schluss spannend gemacht – um dann die Bestehensprüfungen mit z.T. sehr guten Ergebnissen zu absolvieren.
Umso mehr Grund gab es – nach überstandenem Abischerz, der das NIG in Feenstaub und Glitzer tauchte – bei der Abiturentlassung und beim Abiball zu feiern. Gleichzeitig mussten wir aber auch Abschied nehmen von einem starken Jahrgang. Insgesamt zehn Mitglieder des 12. Jahrgangs haben das Internat verlassen – und lassen eine große Lücke in unserer Gemeinschaft. Zehn sehr unterschiedliche Persönlichkeiten: von still bis hibbelig, introvertiert bis extrovertiert, engagiert bis einzelgängerisch, friedlich bis aufbrausend, schüchtern bis selbstbewusst. Wir werden sie vermissen!
Liebe Abgänger 2017, wir haben mit euch gebibbert, gelitten, gehofft und gejubelt, wir haben euch nach Kräften unterstützt und sind nun sehr gespannt, wie es mit euch weitergeht! Ihr habt einen bleibenden Eindruck hinterlassen und werdet (ebenso wie der von euch verstreute Glitter) nicht so bald in Vergessenheit geraten. Lasst von euch hören!
Eure Internats-Mentoren

Speisekarte außen
Speisekarte innen

2016

Nikolauskaffee im Internat

Am 06.Dezember 2016 fand das alljährliche Adventstreffen der Internatsschülerinnen und –schüler im Speisesaal des NIG statt. Auf dem Plan stand ein gemeinsames Beisammensein bei Kaffee, Tee und weihnachtlichem Gebäck. Es galt zusammen zu singen, das vergangene Jahr langsam ausklingen zu lassen und sich über die eine oder andere Schulthematik auszutauschen.

In diesem Jahr gab es nach dem Genuss von Schokolade und Co. sogar Besuch vom Heiligen Nikolaus, Knecht Ruprecht und einem Weihnachtsengel, die sich freundlicherweise bereit erklärt hatten, die Wichtelgeschenke und das Geschenk vom Internat zu verteilen.

Vorweg sprach der Nikolaus einige Worte zu seiner historischen Verortung und trug dann aus seinem goldenen Buch die Verse vor, die die Mentoren für die Empfänger der Geschenke gedichtet hatten. Vorweg gab es eine Ermahnung an die kleine Gruppe der Nichtwichtler:

Wie dieses Jahr so gibt es immer
Leutchen, die nicht wichteln wollen.
Sie fragen sich: was ist wohl schlimmer?
Bekommen oder schenken sollen?
Ist’s Egoismus oder Faulheit
Oder falsche Sparsamkeit?
So oder so ist’s eine Frechheit
Gerade jetzt zur Weihnachtszeit!

Wenn während der Geschenkeverteilung jeder ein – mal aufmunterndes, mal mahnendes – Sprüchlein bekam, gab es zum Schluss noch eine kurze Ansprache an alle:

Wenn jeder an sich selber denkt, so ist an jeden gedacht.
Das ist `ne Art, die funktioniert, aber wenig Freude macht!
Drum denkt daran und saget Dank, wenn euch gutes wiederfährt.
Schaut euch um und fasst mit an, leistet Hilfe, wenn begehrt!
Jeder hier ist liebenswert, das zeigt einander auch!
Gerade in der Adventszeit, denn so ist’s guter Brauch.

Weise Worte wichtelwütiger Wesen, die rund ums Jahr ihre Gültigkeit haben. Für alle gab es dann zum Nikolaus noch einige Gesellschaftsspiele, die in der dunklen Jahreszeit getestet werden müssen und die das Geschenk des Fördervereins (vgl. dort) ergänzen.

Internats-Kanutour auf der Oker

Begrüßungsausflug 2016

Im vergangenen Schuljahr hat das gesamt Internat zwei Tage in der Jugendherberge Torfhaus verbracht, um dort zu wandern und das Jahr zu planen. Aufgrund des wieder sehr kurzen Schuljahres haben wir in diesem Schuljahr eine kürzere aber umso intensivere Unternehmung in Angriff genommen: wir sind in Kanus die Oker entlanggepaddelt.

Was eigentlich ganz entspannt klingt, hat viele von uns wirklich geschafft. Einige Kanus sind im Zickzack von einem Okerufer zum anderen getorkelt, während andere flott vorankamen. Überraschenderweise ist ein Kanu trotz gründlicher Einweisung gekentert. Wie sich herausstellte, war dies aber kein Navigationsfehler, sondern der dringende Wunsch nach Erfrischung in der Oker, der zu einem kühnen Sprung vom Bootsrand führte und alle Insassen ins kühle Nasse beförderte.

Mehr oder weniger erschöpft kamen schließlich alle am Zielort an, wo ein köstliches Picknick uns erwartete – serviert von Herrn Lentge, der von einer Handvoll Paddelverweigerer unterstützt wurde. Impressionen der Tour hat Herr Weber gefilmt und musikalisch untermalt zusammengeschnitten.

Viel Spaß beim Zusehen!

2015

Ein Song, ein Video, Graffiti und wir! Kreativprojekt im Internat

„Aber nur, wenn ich nicht singen muss…“- so lautete eine der häufigsten Antworten, als ich bei den Mädchen und Jungs im Internat Werbung für ein Kreativprojekt machte. Am 7. November war es dann soweit: Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins fand der erste von drei Workshops in der Zeit von 10-18 Uhr statt.

Liebe Judith, Jana, Katharina, Nicole, Paula,
lieber Alexander, Alejandro, Björn, Finno, Jamie, Juan-Pablo, Justin, Karl, Lucian, Luis, Richard, Simon und Vincent,

ihr habt an diesem Tag einen Song geschrieben, dessen Text mich sehr berührt hat. Die erste Demoversion war beeindruckend — ihr habt alle gesungen und gerappt! Mit großer Ausdauer habt ihr eigene Graffiti-Takes gestaltet.
Die vier Coaches waren voll des Lobes über euch — das hat mich sehr stolz gemacht. Daher möchte ich dieses Lob hier an euch weitergeben. Ihr wart super!

Ich freue mich riesig, wenn ihr euren Song im Januar in ein Video umsetzt. Natürlich unter dem Motto: „Aber nur, wenn ich nicht auf’s Video muss“…

Ika Heimerl

Ausflug nach Torfhaus

2014

Unser Begrüßungsausflug 2014 / Ein Tag zum Kennenlernen

Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für Schüler stets ein neuer Lebensabschnitt. Wo normalerweise Schüler beim Schulwechsel schon ihren Horizont erweitern müssen, ist es für jene, die erstmals auf ein Internat wechseln, eine besondere Herausforderung. Für einen schnellen Einstieg ging es zunächst auf einen Sommerausflug. 45 Internatsschüler und 10 Internatslehrer und Internatsmütter strebten gemeinsam dem ersten großen Ziel entgegen, der Sommerrodelbahn in Hahnenklee. Eine solche Gruppe ist wohl noch nie so schnell auf den Bocksberg gekommen. Neue Bewohner liefen neben alten, Lehrer neben Schülern, zumindest diejenigen, die nicht hinterher hechelten.
Die Schüler rauschten die Bobbahn in der schnellsten Geschwindigkeit hinunter, zu ihrem Kummer ausgebremst von den etwas ängstlicheren, meist älteren Teilnehmern unseres Ausflugs. Unsere Wanderung führte uns zur Stabkirche von Hahnenklee und es ging weiter über den Liebesbankweg an etlichen Oberharzer Teichen entlang, wo traumhafte Fotos entstanden, bis zum Auerhahn. Lediglich eine Kleingruppe, bestehend aus 2 Lehrern und 2 Schülerinnen wollte unbedingt längere Zeit die Natur genießen und bog auf unbekannte Pfade ab. Auch diese Irrläufer konnten aber wieder eingesammelt werden. Es gibt eben zu viele Teiche bei Hahnenklee.
Wenn man neu ins Internat kommt, befürchtet man sicher vieles. Die Angst davor, mehrere Lehrkräfte auf dem Schoß sitzen zu haben, gehört wohl nicht in erster Linie dazu. Umso platter waren dann auch einige der Neulinge bei den Spielen, die im Anschluss an den Begrüßungsausflug und das gemeinsame Kaffeetrinken auf dem Sportplatz des NIG veranstaltet wurden.
Zum Abschluss des Tages trafen sich alle zum Grillen am Kutscherhaus. Bänke und Tische wurden geschleppt, die Grillgeräte angeschmissen und die durch fieses Wandern verbrauchten Nährstoffe konnten beim Klönen, Lachen und Spachteln wieder aufgefüllt werden. Auch wurden viele der Anwesenden von Kevin und Simon in das Mörderspiel verstrickt, das seitdem immer mehr Opfer fordert.

Eva Dietrich, Internatsleiterin

2013

Nikolauskaffee

Wochenendaktivitäten

Sommerausflug Bootsfahrt und Bobfahren

2012

Nikolauskaffee und Kaminabend

Dia de los muertos

Internatsausflug Torfhaus 2012

Internats-EM 2012

2011

Nikolauskaffee

Brockenwanderung

2010

Kicker-Turnier

Internats-WM

2009

Nikolauskaffee

Fußball-Turnier

2008

Tischtennis-Turnier

Internatsgeschichte(n)

Aus Ramallah erhielten wir diese Zeilen unseres ehemaligen Internatsschülers Simon Zürneck:

Ramallah, den 6. Mai 2018

Liebes Team des NIG Bad Harzburg,

inzwischen sind schon über sieben Monate vergangen, seitdem ich meinem Freiwilligendienst in den palästinensischen Autonomiegebieten begonnen und fast ein Jahr, seitdem ich das NIG verlassen habe. Tatsächlich frage ich mich an manchen Tagen immer noch, warum ich nicht vom Geschrei der Fünftklässler — deren Klasse unter meinem Internatszimmer war — aufwache, an anderen Tagen jedoch, wenn ich in der Wüste laufen gehe und den Muezzin zum Gebet rufen höre, fühlt sich das Internat andererseits auch Jahrzehnte weit weg an.

Seitdem ich hier bin, habe ich schon so viele vielseitige und facettenreiche Erfahrungen gemacht, dass für mich ein Leben in Deutschland zurzeit gar nicht mehr vorstellbar ist. Gerade die Tatsache, dass ich eine neue Kultur und Sprache kennenlernen kann und mich an sehr differente Lebensumstände anpassen muss, sehe ich als unglaubliche Bereicherung in meinem Leben an. Gleichzeitig musste ich jedoch auch feststellen, wie es ist, in einem Land zu leben, in dem Mauern und Sperranlagen zu meinem Alltag gehören und in ein friedliches Zusammenleben fast unmöglich erscheint. Gerade die derzeitige angespannte politische Situation in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten lassen mich meine eigenen Standpunkte tagtäglich überdenken und die gesamten Umstände, unter denen ich lebe, werden mich für mein restliches Leben geprägt haben.

Wie zu erkennen, gibt es viele Dinge, mit denen ich mich während meines Freiwilligendienstes auseinandersetzen muss und ich bitte daher zu entschuldigen, dass ich bis jetzt noch nicht die Zeit und Ruhe gefunden habe mich zu melden. In den letzten Monaten musste ich jedoch immer wieder an meine Schulzeit zurückdenken — vielleicht auch weil mein Abitur inzwischen ziemlich genau ein Jahr zurückliegt. Und um dabei ehrlich zu sein, beginne ich erst jetzt, es richtig zu vermissen. Es sind oft eher die kleinen Dinge, die sich mir immer wieder in Erinnerung rufen: Lateinunterricht (sowie der zugehörige persönliche Input) bei Herrn Warnecke, Spätessen (mit Käse auf der Lampe), tiefgreifende Gespräche im Dienstzimmer und weniger tiefgreifende Gespräche beim Kaffee (fragen Sie Patrick) UND natürlich meinen unstillbaren Drang stets das Maximum an Möglichkeiten für mich rauszuholen und die damit einhergehenden endlosen Diskussionen (an Frau Dietrich: Vielen Dank für ihre Geduld).

Die Liste der Dinge, an die ich mich stets gerne erinnere, lässt sich hier noch fortführen, aber was ich damit sagen möchte ist, dass ich das Internat nicht vergessen werde und auch nicht vergessen kann. Traurige, lustige, tiefgreifende und ja, manchmal auch eher stupide Erfahrungen, all dies sind Sachen, die ich mit meiner Schulzeit verbinde und die mich gerne an das Internat, die Schule, die Lehrer und die Freunde dort zurückdenken und meine Zeit dort haben unvergesslich werden lassen.

Wenn es eine Sache gibt, die ich hier gelernt habe, so ist es das, dass es wichtig ist, die Chancen zu ergreifen, die sich einem im Leben bereitstellen, gerade auch deswegen, weil diese eben nicht gleichmäßig unter den Menschen verteilt sind. Als ich im Februar 2014 zum NIG kam, hätte ich mir niemals vorstellen können, in Jerusalem auf dem Ölberg zu stehen, die Sonne über der Altstadt untergehen zu sehen und diese Land als mein zweites Zuhause zu betrachten. Ich denke daher, die Tatsache, dass ich diese Chance in meinem Leben habe, habe ich zum großen Teil der Unterstützung zu verdanken, die ich während meiner fünf Jahre am NIG erfahren habe.

Viele liebe Grüße und bis bald!
Simon

Simon Zürneck in Palästina

Viele Ehemalige kommen ja immer wieder gern zu Besuch ins Internat. In einem Fall ist die Treue zum NIG offenbar direkt in der Familie weitervererbt worden. Familie Günther / Preiss / Preiß hat sich schon in der dritten Generation bei uns zu Hause gefühlt. Wir warten gespannt auf die vierte Generation und danken Familie Günther / Preiß für die Dokumentation ihrer schulischen Familiengeschichte!

3 Generationen Preiß am NIG 3 Generationen Preiß am NIG 3 Generationen Preiß am NIG 3 Generationen Preiß am NIG

Unser Mentorenteam

Wir Mentoren (Lehrkräfte und Internatsmütter) sind...

– Ansprechpartner
– Berater
– Helfer
– Betreuer
– Erzieher

Wichtig sind uns insbesondere:

– die Erziehung zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit,
– die Hilfestellung bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,
– die Unterstützung bei schulischen und persönlichen Schwierigkeiten,
– die Förderung individueller Stärken und sozialer Kompetenzen.

Als Mentorinnen und Mentoren wollen wir unseren Internatsschülerinnen und -schülern also mit Rat und Tat zur Seite stehen, sie fördern, auf Probleme eingehen und gemeinsam Lösungswege finden, neue Sichtweisen eröffnen und Persönlichkeiten stärken. 

Telefonischer Kontakt bitte über unser Sekretariat.

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