Schwerpunkte in der Oberstufe

Unsere Schule bietet in der Qualifikationsstufe der Oberstufe (Kl. 12/13) drei unterschiedliche Schwerpunkte an:
– den sprachlichen mit Englisch und Deutsch sowie Biologie oder Chemie als Schwerpunktfächer auf erhöhtem Niveau,
– den gesellschaftswissenschaftlichen mit Geschichte und Politik-Wirtschaft sowie Deutsch (evtl. Englisch) als Schwerpunktfächer auf erhöhtem Niveau und
– den mathematisch-naturwissenschaftlichen mit Mathematik und Chemie oder Biologie sowie Deutsch (evtl. Englisch) als Schwerpunktfächer auf erhöhtem Niveau.

Weitere Fächer – wie z.B. Physik, Französisch, Latein, Kunst, Musik – können als Prüfungsfächer oder im Bereich der Belegungsverpflichtungen nach der niedersächsischen Oberstufenverordnung gewählt werden.

Einführungsphase (Jg. 11)

Die Einführungsphase soll den Übergang von der Mittelstufe zur Qualifikationsphase gestalten. Es werden inhaltlich und methodisch Grundlagen gelegt, um eine erfolgreiche Mitarbeit bis zum Abitur zu ermöglichen. Defizite können hier ausgeglichen, Stärken gefördert werden.

Der Besuch der Einführungsphase ist möglich, wenn ein Erweiterter Sekundarabschluss I vorliegt und die Schüler/innen noch nicht älter als 19 Jahre alt sind. Neben den Schüler/innen des NIG kommen weitere von anderen Schulen (z.B. Oberschulen, Gymnasium Braunlage, Internatsschüler/innen) hinzu. Deshalb werden auch die Klassenzusammensetzungen neu gemischt; es werden zwei neue Klassen gebildet. Jede und jeder kann Wünsche äußern, mit wem er/sie gemeinsam in eine Klasse kommen möchte. Im Laufe des Schuljahres werden die Wahlen zur Qualifikationsphase durchgeführt, bei denen es darum geht, die eigenen Schwerpunkte und (Prüfungs-) Fächer festzulegen. Am Ende des Schuljahres steht dann die hoffentlich erfolgreiche Versetzung in die Qualifikationsphase der Oberstufe.

Zu den Wahlbögen

Sprachen und Einblicke

Bei den Sprachen wird Englisch aus der Mittelstufe fortgesetzt; außerdem kann mit Latein neu begonnen werden und/oder Französisch wird aus der Mittelstufe fortgeführt. Der Unterricht ist so angelegt, dass eigene Defizite erkannt und nachgearbeitet werden können. Nach Möglichkeit wird gezielter Förderunterricht eingerichtet.

Es werden Einblicke in die Inhalte, Anforderungen und Arbeitsweisen der folgenden Jahrgänge auf den unterschiedlichen Niveaus gegeben. Wesentliche Methoden der Fächer werden trainiert. So sollen im Laufe des Jahres alle Schüler/innen sachgerechte Entscheidungen über Schwerpunkte und Prüfungsfächer treffen können.

Wie in der Qualifikationsphase (12/13) wird die Benotung ab jetzt in Zensurenpunkten (00 = ungenügend, 01-03 = mangelhaft, 04-06 = ausreichend, 07-09 = befriedigend, 10-12 = gut, 13-15 = sehr gut) ausgedrückt, was eine größere Differenzierung ermöglicht.

Beratung und Berufsorientierung

Um die Wahlen von Prüfungsfächern und Schwerpunkten für die Qualifikationsphase (Kl. 12/13) vorzubereiten, gibt es neben dem Elternsprechtag einen Beratungstag für die Schüler/innen. In individuellen Gesprächen mit den Fachlehrer*innen besteht die Gelegenheit, den eigenen Leistungsstand zu reflektieren und die persönlichen Voraussetzungen für die Entscheidung über Prüfungsfächer zu klären.

Daneben ist es uns wichtig, der Frage nach der Zukunft über das Abitur hinaus nachzugehen. Die Beschäftigung mit der eigenen Motivation, mit Fähigkeiten und Stärken als Grundlage für spätere Entscheidungen über Studium und/oder Beruf ist Teil der Einführungsphase. Im Fach Politik-Wirtschaft ist eine Stunde pro Woche für das Thema Berufsorientierung reserviert.

Zur Berufs- und Studienorientierung

Qualifikationsphase (Jg. 12/13)

In der Qualifikationsphase findet der Unterricht nicht mehr im Klassenverband, sondern in Kursen statt, die zum Teil frei gewählt werden können, aber auch durch Bestimmungen der niedersächsischen Oberstufenverordnung festgelegt sind. In der Qualifikationsphase können entsprechend eigener Begabungen und Vorlieben Schwerpunkte gesetzt werden. Wir bieten einen sprachlichen, einen gesellschaftswissenschaftlichen und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt an.

Den Schwerpunkten sind Lehrerinnen und Lehrer zugeordnet, die als Tutor/innen ähnlich wie vorher die Klassenlehrer/innen wichtige Ansprechpartner sind.

Alle Kursräume sind ausgestattet mit Smartboards und Beamer, sodass eine Nutzung moderner Medien im Oberstufenunterricht gewährleistet ist.
Exkursionen in den unterschiedlichen Fächern ergänzen den regelmäßigen Unterricht.

Fächer und Schwerpunkte

Die drei Schwerpunkte ermöglichen die intensive Arbeit in den Kursen, die die eigenen Interessen berücksichtigt und sich an den Vorgaben für das niedersächsische Zentralabitur orientiert. In jeweils drei Kursen auf erhöhtem Niveau, die den Schwerpunkten zugeordnet sind, wird der Unterricht mit fünf Wochenstunden erteilt, in den anderen Fächern drei- oder zweistündig (Ausnahme: Latein, das vierstündig unterrichtet wird).

Über die Schwerpunktsetzung hinaus werden weitere Fächer als Prüfungsfächer gewählt und um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. So müssen einige Fächer – wie beispielsweise Mathematik, eine Sprache, eine Naturwissenschaft oder auch Geschichte und Deutsch – unabhängig vom Schwerpunkt belegt und in das Abitur eingebracht werden.

So wird gewährleistet, dass neben den eigenen Interessen auch Dinge beachtet werden, die für die allgemeine Studierfähigkeit von Bedeutung sind.

Seminarfach und Studienfahrten

Neu in der Qualifikationsphase ist das sog. Seminarfach. Hier können die Schüler/innen nach dem fächerübergreifenden Prinzip insbesondere Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennenlernen und einüben.
Im zweiten Semester (12.2) verfassen alle Schüler/innen eine Seminararbeit, die Gelegenheit bietet, sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen und die gelernten Methoden anzuwenden. Gleichzeitig werden hier Fähigkeiten erworben, die für ein Studium gute Voraussetzungen schaffen.

Die Studienfahrten bieten Erfahrungsräume, die über den Unterricht hinausgehen. Sie werden in der Regel als Jahrgangsfahrten angeboten. Die Ziele werden mit den Beteiligten besprochen und abgestimmt. In den letzten Jahren führten die Studienfahrten in unterschiedliche Länder und an verschiedene Orte des europäischen Auslands wie z.B. nach Schweden, nach Rom oder Prag und in die Toskana.

Abitur und Fachhochschulreife

Am Ende der 13 Schuljahre steht die Abiturprüfung. Das Abitur berechtigt grundsätzlich (und bei manchen Studienfächern unter der Voraussetzung eines bestimmten Notenschnitts) zum Studium an allen Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik. Auch für eine anschließende Berufsausbildung ist das Abitur eine gute Basis.
Für ein erfolgreiches Bestehen sind nach den niedersächsischen Bestimmungen nicht nur die Prüfungen am Ende in vier schriftlichen Prüfungsfächern und einem mündlichen Prüfungsfach ausschlaggebend: Jeder kann in den vier Semestern des 12. und 13. Jahrgangs gute Grundlagen für das erfolgreiche Bestehen des Abiturs legen, da die Bewertungen vieler Kurse in das Abitur eingehen. Einen Überblick gibt ein Beratungsbogen, der individuell oder im Gespräch genutzt werden kann.

Der Beratungsbogen folgt in Kürze

Auch wer nicht zum Abitur zugelassen wird oder die Schule früher verlassen will, hat unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeiten, einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen, den schulischen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife. Nach einem einjährigen Praktikum, einer abgeschlossenen Berufsausbildung, einem einjährigen Freiwilligendienst oder Bundeswehrdienst kann die Schule dann das Zeugnis der allgemeinen Fachhochschulreife ausstellen. Damit darf man an vielen Fachhochschulen in Deutschland studieren.

Eine Übersicht der Fachhochschulreife folgt in Kürze

Informationsveranstaltungen und persönliche Beratung

Auf dem Weg zum Abitur begleiten wir am NIG unsere Schüler/innen mit Informationsveranstaltungen, die beispielsweise bei der Orientierung über Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen helfen. In Abständen werden diese Informationsveranstaltungen für die Jahrgänge angeboten, um die nächsten Schritte zum Abitur vorzubereiten.

Oft gibt es auch sehr individuelle Fragen und Probleme. Da stehen nicht nur die Tutor/innen hilfreich zur Seite, sondern auch der Oberstufenkoordinator. Sie alle können in Einzelgesprächen unterstützen und bei Bedarf wichtige Tipps und Ratschläge geben.

Schüler/innen, aber auch Eltern und Erziehungsberechtigte sind eingeladen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Ablauf des Abiturs

Am Ende der Qualifikationsphase erfolgt die Entscheidung über die Zulassung zum Abitur. Die Prüfungen finden in vier schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsfach statt.

Die Aufgaben für die schriftlichen Fächer sind in Niedersachsen zentral vorgegeben. In den drei ersten Prüfungsfächern auf erhöhtem Anforderungsniveau stehen 300 Minuten Bearbeitungszeit für die Klausur zur Verfügung. Im vierten Prüfungsfach auf grundlegendem Niveau dauert die Bearbeitungszeit 220 Minuten. Je nach Prüfungsfach gibt es zwei bzw. drei Aufgaben zur Auswahl. Für das fünfte Prüfungsfach ist eine mündliche Prüfung, die zwischen 20 und 30 Minuten dauert, vorgesehen.

Wenn die Klausuren korrigiert sind, werden bei einem zentralen Termin die Ergebnisse der schriftlichen Arbeiten mitgeteilt. Wenn es für das Bestehen nötig sein sollte, können mündliche Nachprüfungen in den schriftlichen Fächern festgelegt werden. Zur Verbesserung des Ergebnisses hat man auch die Möglichkeit, sich zu einer freiwilligen Nachprüfung zu melden.

Am Ende wird das bestandene Abitur gebührend gefeiert – bei einem festlichen Abendessen in der Schule, mit einer feierlichen Überreichung der Zeugnisse und in einer rauschenden Ballnacht, die von den Abiturient/innen selbst organisiert wird.

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