Fächer

ChemieGeschichteLateinMathematikPolitik & WirtschaftReligionWerte & Normen

Chemie


Chemieunterricht am NIG ist

kontextorientiert,
projektbezogen,
experimentell begründet.

Wir bieten:

  • Stoffvermittlung nach den Grundsätzen des Kerncurriculums;
  • Zusätzliche Praktika in Chemie (für Schüler Sek II) an der TU Clausthal;
  • Sichere Hinführung zum Abitur.

Weitere Angebote:

  • Exkursionen, Betriebsbesichtigungen;
  • Betreuung (bei Schülerwunsch) für die Teilnahme an Chemieolympiade oder Jugend forscht;
  • Beteiligung an Unterrichtswettbewerben.

Geschichte

Wo kommen wir her? Warum sind die Dinge eigentlich so, wie sie sind? War das früher anders? Besser? Wie können wir das herausfinden?

Im Geschichtsunterricht sollen Schülerinnen und Schüler lernen, Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Das betonen auch die neuen Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums: Geschichte soll als Denkfach dazu anregen, Fähigkeiten zur Untersuchung, Klärung und Darstellung geschichtlicher Phänomene und zur Deutung von Zusammenhängen und Zeitverläufen zu entwickeln.

Im Rahmen der "Weltgeschichte" beginnen wir in der Sekundarstufe I chronologisch mit der Steinzeit und verfolgen, wie Menschen ihr Zusammenleben gestaltet haben. Wichtige Kompetenzen beim Umgang mit Quellen werden zum Werkzeug der Schülerinnen und Schüler, damit sie in der Oberstufe schließlich mit Hilfe kategorialer Zugriffe die Komplexität von Geschichte erschließen und sich in Zeit und Raum sowie in Gegenwart und Zukunft orientieren können.
Dabei bieten wir den Geschichtsunterricht in der Oberstufe auf verschiedenen Niveaustufen an.

Engagiert, schülerorientiert und vielfältig ist diese Reise durch die Zeit hier bei uns am Nig — Exkursionen und Projekte gehören dazu und ergänzen den Unterricht fortlaufend. So erleben die Schülerinnen und Schüler Geschichtskultur an unterschiedlichen Orten, erlernen im Rahmen von Museumsworkshops neue %u2013 auch wissenschaftspropädeutische %u2013 Arbeitsweisen und setzen sich in Projekten auf verschiedene Arten vertiefend mit einzelnen Aspekten von Geschichte auseinander.


Latein

Mit Latein am Ende?

"Hic, häc, hoc, der Lehrer hat `nen Stock; hujus, hujus er haut den armen Julius!"

Die Zeiten, in denen auf solche Weise in den Gymnasien Latein betrieben wurde, sind vorbei! Schon lange hat Latein das Image des knochentrockenen Unterrichts abgelegt. Moderne Unterrichtsmethoden in Verbindung mit schülergerechten Lern- und Arbeitshilfen ermöglichen einen lebendigen Sprachunterricht.

Latein ist gefragt!

Für das Schuljahr 2008/09 verzeichnet das Statistische Bundesamt an allgemeinbildenden Schulen 832 851 Schülerinnen und Schüler. Tendenz weiter steigend!

Latein lebt!

Bekanntlich dient Latein den Wissenschaften als Hauptquelle ihrer Fachwörter. Doch werfen wir nur einen kurzen Blick auf Wortbildungen, wie sie uns alltäglich begegnen: da kommuniziert jemand mit seinem Computer; man diskutiert, wie informativ die Medien sind; das Publikum einer Ausstellung befindet über die Akzeptanz der Exponate; es wird gefragt, ob Videos die Kreativität fördern oder ob die Quotenregelung der feministischen Bewegung nützt. Solche unglaubliche Vielfalt und zugleich Präzision der Begriffe bedient sich einer vermeintlich toten Sprache!

Latein ist anders!

Latein schult und diszipliniert das Denken. Da lateinische Sätze und Texte ins Deutsche übersetzt werden müssen, besteht die Spracharbeit im sorgfältigen Analysieren, Überprüfen und Kombinieren. Latein fördert Genauigkeit und Gründlichkeit, fordert nicht zuletzt den sorgsamen, kompetenten Umgang mit der deutschen Sprache. Dies steht im Widerspruch zum Zug der Zeit, vieles rasch und flüchtig zu betreiben.

Latein wird erwartet!

Auch an den meisten deutschen Universitäten ist Latein noch erstaunlich lebendig. Insbesondere in den historisch-philologischen Wissenschaften fordern die meisten Hochschulen bei den Abschlussprüfungen Lateinkenntnisse mindestens im Umfang des Kleinen Latinums oder des Latinums. Selbst bei der Meldung zur Promotion (Dr.jur.) in Jura wird z.B. an der Universität Göttingen der Nachweis von Lateinkenntnissen im Umfang des Kleinen Latinums vorausgesetzt. Übervolle Lateinkurse an den Universitäten verlängern die Studiendauer unnötig.

Latein bildet!

Überall, wo heute romanische Sprachen (Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Rumänisch) gesprochen werden, ist Latein als "Muttersprache Europas" lebendig. Selbst der Wortschatz des Englischen besteht zu mehr als 50% aus Wörtern lateinischer Herkunft. Im Blick auf Europa lässt sich kaum ein Schulfach europäischer anwenden und verstehen als das allgemein bildende Grundlagenfach Latein. Die ganze Vielfalt abendländischen Geisteslebens (Philosophie, Staatslehre, Kultur u.a.), dessen antike Grundlagen den Untergang des Römischen Reiches überlebt haben und im Humanismus wiederaufgenommen wurden, wird mit dem Schlüsselfach Latein erst wirklich eröffnet.

Lateinische Herkunft der unterstrichenen Wörter:
kommunizieren von communicare: mit jemandem etwas besprechen
Computer von computare: rechnen
diskutieren von discutere: erörtern
informativ von informare: darstellen, unterrichten
Medium von medium: das Mittel
Publikum von publicum: die Öffentlichkeit
Akzeptanz von acceptare: annehmen, sich gefallen lassen
Exponat von exponere: ausstellen
Video von videre: sehen (video = ich sehe)
Kreativität von creare: schaffen, schöpfen
Quote von quotus: der wievielte
feministisch von femina: die Frau


Mathematik

"Während einer nur Zahlen und Zeichen im Kopf hat, kann er nicht dem Kausalzusammenhang auf die Spur kommen."
(Schopenhauer)

MATHEMATIK am NIG - damit kannst du mehr als rechnen:

  • Unterricht nach dem neuen niedersächsischen Kerncurriculum durch engagierte Lehrer
  • Förderunterricht im Rahmen der Ganztagsbetreuung
  • Einführung eines grafikfähigen Taschenrechners (Casio) ab Klasse 7
  • Arbeiten mit modernen Medien (dynamische Geometrie-Software, Tabellenkalkulation)
  • Teilnahme am Känguru-Wettbewerb und am Bundeswettbewerb Mathematik
  • Erstellen von thematischen Ausstellungen (z.B. Der Goldene Schnitt, Mathematische Kabinettstücke zum Jahr der Mathematik → Hier geht's zur Galerie)
  • Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Clausthal, Exkursionen
  • Kooperation mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium Bad Harzburg und dem Oberharz-Gymnasium Braunlage
  • Kursfolge in der Qualifikationsphase: Vektoren I / Analysis I
  • Analysis II / Stochastik I
  • Stochastik II / Vektoren II
  • Vernetzung mathematischer Teilgebiete
  • Buchpreisverleihung für die beste Abiturientin / den besten Abiturienten (gestiftet durch die Deutsche Mathematiker-Vereinigung)

Übrigens, auch Mathematiker haben Humor. Hier zwei Beispiele für Insider aus dem Bereich der Oberstufenmathematik:

Treffen sich ein Operator und eine Funktion. Sagt der Operator: "Lass mich vorbei! Oder ich leite Dich ab!"
Sagt die Funktion: "Mach doch, mach doch... ich bin die Funktion e^x. "
Entgegnet der Operator: "Ich bin aber d nach dt."

Kommt ein Vektor zur Drogenberatung: "Helfen Sie mir, ich bin linear abhängig!"


Politik & Wirtschaft

Das Fach Politik-Wirtschaft am NIG

Vereinfacht lässt sich sagen, dass sich das Fach Politik-Wirtschaft damit beschäftigt, nach welchen Regeln, Maßstäben und Werten wir in unserer Gesellschaft leben und leben wollen, wie diese Regeln und Maßstäbe zustande kommen und wer genau darüber entscheidet. Dies fängt in der 8. Klasse mit dem Thema Leben in der Gemeinde an und hört in der Oberstufe mit der Frage nach einer globalen Ordnung auf.

Der Inhalts- und Kompetenzerwerb unseres Politik-Wirtschaft-Unterrichts basiert auf den Vorgaben des neuen Kerncurriculums. In der Sekundarstufe I steht die Vermittlung politisch-ökonomischen Grundwissens im Vordergrund, damit die Schüler politisch-wirtschaftliche Ereignisse einordnen und beurteilen sowie Konsequenzen für ihr eigenes Handeln daraus ableiten können: Was hat mein Handy-Kauf mit der Binnennachfrage oder mein Turnschuhkauf mit globaler Verantwortung zu tun? Funktionieren Gerichtsverhandlungen und Rechtsprechung so wie im Fernsehen? Warum brauchen wir überhaupt Regeln und Werte im Zusammenleben und wie kann ich diese mitbestimmen?

In der Sekundarstufe II wird das Grundwissen vertieft, sodass die Schüler in die Lage versetzt werden, komplexe politische und wirtschaftliche Sachverhalte und Probleme analysieren und bewerten zu können. Im vierstündigen Prüfungsfach werden dafür die Themen Demokratie und sozialer Rechtsstaat, Wirtschaftspolitik in der sozialen Marktwirtschaft, Internationale Sicherheits- und Friedenspolitik sowie das Thema Internationale Wirtschaftbeziehungen behandelt.

Methodisch ist unser Unterricht schüler- und problemorientiert aufgebaut. An konkreten Beispielen werden aktuelle Fälle erarbeitet, Lösungsansätze diskutiert und mit der eigenen Lebenswelt in Verbindung gebracht. Dazu zählen neben Exkursionen (Betrieb, Gericht, Land- bzw. Bundestag) vor allem auch produktorientierte Methoden wie Podiumsdiskussionen veranstalten, Leserbriefe verfassen, Befragungen durchführen und auswerten.

Im zehnten Jahrgang findet ein dreiwöchiges Betriebspraktikum statt. Das von der Schule organisierte Praktikum in Betrieben rund um Bad Harzburg wird vom Fach Politik inhaltlich betreut. Die Schüler verfassen über ihr Praktikum einen Praktikumsbericht, der die Erfahrungen anhand verschiedener Beobachtungsschwerpunkte reflektiert. Der Bericht wird benotet und ersetzt eine Klassenarbeit in diesem Schulhalbjahr.


Religionsunterricht

Häufig tritt die Frage auf: Warum eigentlich Religionsunterricht?

Schließlich kann die Wertevermittlung auch in anderen Fächern erfolgen %u2013 allerdings erfährt die Wahrheitsfrage aller Werte erst durch den Glauben an Bedeutung!

Die Religion ist in Geschichte und Gegenwart eine wichtige Orientierung in normativen und ethischen Fragen gewesen.

Gerade in einer Zeit der Globalisierung, der multikulturellen und multireligiösen Entwicklung ist es nötig, Kindern und Jugendlichen Orientierungshilfen für die eigene religiöse Urteilsfindung und die persönliche Sinnfindung zu geben.

Der Religionsunterricht will durch die unterschiedlichen Erfahrungsmöglichkeiten helfen, die eigenen Interessen sowie die Wirklichkeit zu erkennen, die Vielfältigkeit der Welt verstehen zu lernen und sich selbst und anderen gegenüber Rechenschaft abzulegen.

Der Religionsunterricht ist offen für alle Schüler!


Werte und Normen

"Man glaubt, das Denken sei unverbindlich, aber nichts außer dem Denken bindet uns."
Simone Weil, 1909-1943, franz. Philosophin

Ein wunderbares Zeichen dafür, dass ein Mensch philosophiert oder sich Gedanken über "Werte" macht, ist das Fragen und das Wundern. Jemand grübelt: "Ich versuche immer zu denken, ich sei ein anderer, und ich bin doch immer wieder ich." Hier bestaunt eine Person das Rätsel des Ichseins, diesem schwer zu Begreifenden.

Ein anderer hört die Schöpfungsgeschichte: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde..., und fragt sich: "Was war denn vor dem Anfang?". Hier wird deutlich, dass das Weiterfragen unendlich ist, dass es häufig nicht ganz leicht ist, allein durch den Verstand eine abschließende Antwort zu finden.

Im Werte und Normen-Unterricht wollen wir uns mit zahlreichen Themen beschäftigen, die uns Menschen im Alltag wichtig sind, wie etwa Freundschaft, Glück und Sinn, aber auch Trauer, Gewalt und Lüge. Gemäß der Kantschen Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?", "Was darf ich hoffen?" sowie "Was ist der Mensch?" eröffnen uns Gespräche, Spiele und praktische Arbeiten den Weg zum Nachdenken und Urteilen.

Der Werte und Normen-Unterricht bestärkt uns in unserer Wahrnehmung und hilft uns, in verschiedenen Lebenssituationen überlegt und differenziert zu handeln. Im Vordergrund steht also "ethisches" Argumentieren und "moralisches" Tun, offenes Diskutieren und ein angemessener Umgang mit dem Gegenüber.

Wer Lust und Interesse an Gedankenexperimenten und lebhaften Dialogen hat und die Auseinandersetzung mit den "Lehren" alter und junger Philosophen nicht scheut, ist hier herzlich willkommen!