Exkursionen

Münzen der Antike — eine Exkursion mit dem Geschichtskurs ins Kestner-Museum in Hannover

 
Harzburg-Hannover. Heute, am 23.1.2015, fuhren wir, der Geschichtsleistungskurs des 11. Jahrgangs am NIG in Bad Harzburg, am Morgen von Bad Harzburg mit der Bahn nach Hannover. Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt, kamen wir in Hannover an und es stand nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Museum vor uns, der schnell bewältigt war.
Im Museum angekommen wurden wir bereits erwartet und in einen separaten Raum gebracht, in dem schon alles für das praktische Arbeiten mit römischen Münzen vorbereitet war. Uns wurde die Arbeit mit Münzen näher gebracht und wir konnten uns selber antike Originale anschauen und uns wurde erklärt, wie wir Münzen und Schriften richtig deuten und einordnen können.
Nach dieser kurzen Einweisung konnten wir auch schon selber mit der Arbeit an echten römischen Münzen aus der Zeit der Republik und der Kaiserzeit beginnen, nun standen wiegen, Schriften analysieren und diskutieren auf dem Plan. Hilfreich waren auch vergrößerte Abbildungen der Münzen.
Nachdem über Herkunft, Schriften und Besonderheiten im Plenum eingehend geredet wurde, bekamen wir von der uns begleitenden Archäologin aus Göttingen noch abschließende Informationen über die Herstellungsweise und was man an den abgebildeten Personen über Zeitalter und die politischen Zustände schließen kann.
Zum Abschluss des etwa zweistündigen Workshops, wurden uns im Museumsbereich noch einige weitere Münzen und Exponate aus der Ausstellung zur römischen Republik und des Kaiserreiches erklärt und gezeigt, die wir im Unterricht bisher nur auf Abbildungen im Schulbuch gesehen hatten. Nachdem auch hier alle Fragen beantwortet wurden und alle Exponate ausführlich und anschaulich in den historischen Kontext eingeordnet wurden, war die für den Workshop vorgesehene Zeit auch um.
Durch die Hannoversche Innenstadt gingen wir dann gemeinsam zurück zum Hauptbahnhof, um von dort gemeinsam oder auch alleine unsere Züge ins Wochenende zu erreichen.
So ging ein ereignisreicher und auch praktisch anschaulicher Tag für unseren Geschichtsleistungskurs zu Ende und uns wurde die Chance gegeben, auch praktische Bezüge zu unserem nun abgeschlossenen Thema zu finden. Im Abitur werden wir dem Thema spätestens wieder begegnen.

Jonas Arkenstedt

Die Fotostrecke zu dieser Exkursion kann hier angesehen werden.

Besuch der 9. Klasse im Braunschweiger Landesmuseum

 
Am Donnerstag den 22. Januar 2015 besuchten wir zusammen mit Herrn Weber und Frau Blendinger-Kagon die Ausstellung "1914 — schrecklich kriegerische Zeiten" im Braunschweiger Landesmuseum.
Wir starteten morgens um neun Uhr voller Spannung zum Bahnhof. Gut vorbereitet und ausgestattet mit Wissen aus dem Geschichtsunterricht erreichten wir nach ca. einer dreiviertel Stunde Braunschweig. Nach etwas Gedränge und Geschubse im Bus war endlich das Museum in Sicht. Dort wurden wir freundlich von unserem Museumsführer Carsten Grabenhorst erwartet. Die Führung begann mit zwei besonders großen und für die Stadt wichtigen Exponaten, einmal ein Bild, das in den 1920er Jahren ein Fabrikant hat malen lassen. Es zeigt, wie die Erinnerung des Krieges nachgewirkt hat in der Verehrung der Soldaten als Helden.
Das andere Ausstellungsstück ist der eiserne Heinrich. Er ist eine 3,90 m hohe Nagelfigur. Der Entwurf der Figur geht auf den Bildhauer Arnold Kramer (1863%u20131918) zurück und wurde von Wilhelm Lüddeckens und Hans Bethmann ausgeführt. Das Standbild sollte in der Tradition der Roland-Figuren stehen, entsprach aber in Wirklichkeit der während des Weltkrieges vorherrschenden vaterländischen Propaganda; die Verehrung Heinrichs des Löwen in Stadt und Herzogtum Braunschweig sollte zum Zwecke der Kriegsführung des gesamten Landes genutzt werden.
Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges wurden wir in nachgebauten Schützengräben vorbei an alten Ausrüstungen, Waffen, Uniformen und vielen weiteren Ausstellungsstücken, die alle gut erklärt wurden, geführt. Zahlreiche Fragen konnten gestellt werden und wurden sehr ausführlich von unserem Museumsführer und auch unseren Lehrern beantwortet. Besonders beeindruckt hat uns das Leben der Soldaten, auf das in der Ausstellung auch intensiv eingegangen wurde.
Interessant war für uns auch, welche Waffen benutzt wurden und was für eine Kriegsmaschinerie hinter dem Ersten Weltkrieg gesteckt hat.
Der Weg führte uns schließlich in einen Raum, wo von Soldaten gefertigte Kunstwerke und Bilder von Grabmälern ausgestellt sind. Da wird einem schon einmal deutlich, welche Folgen der Krieg hatte und was er für die damalige Bevölkerung bedeutet hat. Vor allem öffnet ein so privater Einblick in das Leben der Opfer einem einmal richtig die Augen und sorgt für ein gesundes Maß an Respekt.
Die Führung endete mit einer direkten Überleitung zu den Anfängen des Zweiten Weltkrieges und einer Ausstellung von Kriegsfundstücken.
Insgesamt war der Ausflug sehr spannend und informativ; allerdings ist die Führung wohl eher für Erwachsene ausgelegt gewesen, sodass aufgrund der Informationsfülle auch einiges an Informationen verloren ging, weil es für uns einfach sehr viel zu verarbeiten und zu verstehen gab.
Trotz allem war es ein schöner und lehrreicher Tag.

Anna-Lena Spieß & Sophie Friedrich

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